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"What If We Can Change The World?"

 

Autor: Melek Bani

Nach diesem Mantra arbeiten die erfolgreichsten Start-ups und auch die etablierten IT-Firmen im Silicon Valley. Alle Unternehmen, die wir während unserer Reise im Oktober besucht haben, leben diesen Gedanken mit voller Überzeugung. Zugleich ist diese Idee ein Erfolgskonzept, durch das die heutigen Internetgiganten zu erfolgreichen Unternehmen wurden. Ihre Erfindungen haben eine Zeitenwende bewirkt. Der Glaube an die Beherrschbarkeit der Naturgesetze sowie auch an die Veränderbarkeit der Welt, sind die Keimzelle, aus der sich der Aufstieg der IT-Industrie speist. Seien es Apple, Tesla, Microsoft oder Hewlett Packard wie auch Netflix, Amazon oder Facebook - die Tech-Unternehmen fordern ihre Mitarbeiter und Start-ups dazu auf visionär zu denken. Google hat sogar einen eigenen Prediger. In der Funktion des Chief Innovation Evangelist schwört Frederik Pferdt Neulinge und Google-Oldies darauf ein, kreativ zu denken. Die Suche nach dem Neuen und der Glaube an den technischen Fortschritt durch Innovationen erscheinen dem Außenstehenden dabei weniger als Hybris, denn vielmehr als eine neue Form von Religiosität.

Silicon Valley Box

  • Problemlösung im Mittelpunkt
  • Ingenieure sind die gefragtesten Arbeitskräfte
  • Analoge Arbeitskultur: Das Zentrum der virtuellen Welt hasst nichts mehr als virtuelle Kommunikation

Stanford University

Das selbe Prinzip spiegelt sich in der akademischen Ausbildung wieder. Hier fördern Unternehmen mit großen Budgets Lehrstühle an der Standford University, um Studierenden und jungen Wissenschaftlern kreatives Denken und Arbeiten zu vermitteln. Das Mantra hier: "Kreativität ist ein Muskel, der durch Übung wächst und stärker wird." Die Kreativität wird zum Vehikel für Innovation.

Zukunft passiert nicht, sie wird gestaltet.
Mehr denn je wird Zukunft nicht durch Staatskrisen, Systemwechsel oder gesellschaftliche Umbrüche geprägt, sondern durch technische Erfindungen und deren Perspektiven. Es ist ein neuer Geist enstanden. Ein Deus ex Machina, dessen Wirken, wie damals während der ersten industriellen Revolution, die Beziehungen des Menschen zu seiner Arbeit, zu den Dingen, die er konsumiert, zu seiner Umwelt und zu sich selbst durchdringt. Der Zustand der postindustriellen Gesellschaft ist der Zustand der Entfremdung durch Innovation, der primär durch die Möglichkeiten moderner Technologien beeinflusst wird.